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WELCHES BASSDRUMFELL FÜR DEIN DESIGN

Die Frage nach den richtigen Schlagzeugfellen ist wahrscheinlich so alt, wie das Instrument selbst - immerhin sind sie ein sehr wichtiger Bestandteil des Gesamtsounds und müssen enorme Prügel aushalten. Beim bedruckten Resonanzfell für die Bassdrum hört die Suche nicht auf, denn man muss neben den Komponenten seines Drumsets und des eigenen Stils auch das Design berücksichtigen, dass am Ende die Front zieren soll.
 
Neben dem persönlichen Geschmack, Markentreue, Wohlbefinden und einer Menge Voodoo gibt es auch ein paar einfache Tipps, um das passende Drumhead zu finden. Hier sind fünf davon:
 
 
1. DEIN SCHLAGFELL
 
Theoretisch geht man davon aus, dass zwei identische Felle am Besten harmonieren. Das betrifft das Schwingungsverhalten, die Bespielbarkeit und am Ende auch den Sound. Inwieweit das physikalisch belegt oder messbar ist, kann ich nicht sagen. Trotzdem könnte es als erster Ansatz dienen. Daher ist der erste Tipp kurz und schmerzlos: orientiere dich an deinem Schlagfell.
 
 
2. DER SOUND
 
Die Frage "Wird der Sound durch die Bedruckung verändert?" können wir zielsicher und seriös beantworten mit: "es kommt drauf an". Nimmt man es nämlich ganz genau, dann verändert jede Manipulation am Fell den Klang. Inwieweit das wirklich hörbar oder gut oder schlecht ist, da ist sich die Schlagzeugwelt uneins. Fragt man 5 Drummer bekommt man 10 Meinungen!
 
Das häufigste Feedback ist: Live auf der Bühne wird der Gesamtsound von derart vielen Faktoren beeinflusst, dass das Bassdrum-Frontfell als solches keinen so großen Einfluss hat. Aber fragt man die eben schon erwähnten 5 Drummer, dann... du ahnst es.
 
Da es in dem Fall also eher um die Drucktechnik geht, bedeutet das für deine Fellauswahl:
 
  • Spielt der Sound eine große Rolle, dann empfehlen wir dir den Direktdruck.
  • Spielt der Sound zwar eine Rolle, soll es aber trotzdem die Folienvariante werden, dann ist ein dünnes Fell wie zum Beispiel das Evans EQ3 gut geeignet.
  • Ist die Soundfrage zweitrangig, dann greif zur Folienvariante. Nahezu jedes Fell aus unserem Portfolio ist dafür geeignet.

Welches Fell das Richtige ist, lässt sich leicht beantworten:
es kommt darauf an!

3. SOLL DIE BASSDRUM BELEUCHTET WERDEN?
 
Bei diesem Thema müsste ich eigentlich weit ausholen und einen sehr langen Beitrag schreiben, um alle Möglichkeiten und Kombinationen zu erläutern. Um es etwas abzukürzen sag ich es mal so: generell können die meisten Felle in allen Druckvarianten beleuchtet werden. Hiermit meine ich eine allgemeine Beleuchtung ohne besondere Effekte. Also: LED-Stripe in die Bassdrum, Fell drauf, Licht an, schön!
 
Im Direktdruck eignen sich dafür das Remo Ambassador und das Remo Powerstroke hervorragend. Bei letzterem schimmert unter umständen der Dämpfungsring durch, was das Design stören könnte. Beide Remos haben in "smooth white" eine leicht milchige Oberfläche, durch die eine schöne Lichtstreuung entsteht.
 
Auch in der Folienvariante muss man nicht auf Effekthascherei verzichten. Hier eignen sich neben den oben genannten Remos, das Code Enigma und auch unsere LowBudget-Felle.
 
Was NICHT klappt, ist die Beleuchtung mit schwarzen, silbernen (z. B. das Starfire von Remo) oder Textur-Fellen (Remo Fiberskyn und Evans Calftone). Die lassen nämlich kein Licht durch - und das ist für eine geplante Durchleuchtung eher ungünstig.
 
Das Evans EQ3 würde ich unter Vorbehalt empfehlen. Es lässt das Licht nämlich nur sehr gedämpft durch, was Auswirkungen auf den Effekt hat.
 
Fazit: für eine einfache Beleuchtung lassen sich die meisten unserer Felle "einfach so" verwenden. Wenn du unsicher bist, dann lass dich vor der Bestellung gern nochmal individuell beraten, ob dein Vorhaben und das Wunschfell zueinander passen. Oder ob die "partielle Beleuchtung" was für dich wäre... oder die "Ghost Lights"... oder...
 
Du siehst: ich könnte Bücher damit füllen. Oder Blogs! Denn - so ein Zufall - demnächst wird es einen ausführlichen Artikel zum Thema "Beleuchtung" geben.
 
 
4. DEIN DESIGN
 

Charly Klauser bei der Carolin Kebekus ShowDer Abschnitt könnte eigentlich sehr kurz sein und lauten: "alles geht"! Dennoch hängt es hin und wieder auch von der drucktechnischen Umsetzung ab. Also Hefte raus, jetzt wird es Klausurrelevant!

Was immer klappt ist: ein weißes Fell mit deinem Druck. Selbst wenn du einen hohen Schwarzanteil im Layout hast oder der komplette Hintergrund tiefschwarz ist, eignet sich oft ein weißes Drumhead als Basis. Da drucken wir dann vollflächig alles drauf, was dein Herz begehrt. Auch Schwarz!
 
Zu einem schwarzen Fell (zum Beispiel die Ebony-Serie von Remo) würde ich immer nur dann raten, wenn es sich um einen Design-Klassiker handelt, wie "weißer Bandname auf schwarzem Grund", ein Wappen mit deinen Initialen oder simple Grafiken mit wenig Details und wenig Farbe.
 
Anders ist das übrigens beim Foliendruck: hier ist die Fellfarbe egal, da die Folie nach dem Druck vollflächig verklebt wird. Das heißt: vom Fell sieht man eh nichts!
 
Damit es nicht zuuuu einfach wird, gibt es natürlich auch Ausnahmen, wie zum Beispiel...
 
Fiberskyn bzw. Calftone Felle.
Da die Druckfarben leicht transparent sind, schimmert das marmorisierte Fell durch, was einen besondern Effekt erzeugt.
 
Remo Starfire Silber und Gold
Remo verwendet bei seiner Starfire-Serie spiegelnden Oberflächen, die es in Silber und (mit elendig langer Lieferzeit) in Gold gibt. Hierbei schimmert der Chrome-Effekt leicht durch den Druck und verleiht dem Design eine dezent glitzernde Metallic-Optik.
 
Zusammengefasst kann ich sagen: auf die Felle lässt sich nahezu alles drucken. Punkt. Welche Fellfarbe dazu die passende ist, hängt vom Umfang des Designs ab. Mit einem weißen Fell als Grundlage kannst du aber eigentlich nichts falsch machen.
 
 
5. DEIN BUDGET
 
Die gute Nachricht vorweg: durch das breite Sortiment an Felltypen haben wir von LowBudget bis HighQuality alles dabei, um deine Ansprüche zu erfüllen.
 
Die höheren Preisklassen sind Remo Powerstroke 3 und das Evans EQ3, die beide - bis auf die Felldicke - nahezu baugleich sind. Letzteres ist für den Direktdruck ein bisschen besser geeignet, erstes dafür eher für Beleuchtungs-Ideen.
 
Das Remo Ambassador, das Code Enigma, als auch das Evans M1 sind eher im mittleren Preissegment zu finden und je nach Anwendung individuell auszuwählen. Wenn es preiswert und trotzdem gut sein soll, dann kann ich dir unsere LowBudgets ans Herz legen. Hier wird am Fell gespart und nicht an der Druckqualität! Die sind übrigens auch erste Wahl bei E-Drums.
 
Noch günstiger geht es mit unserer B-Ware oder mit "Green Candy"! Das ist unser nachhaltiges Upcycling für deine alten Felle. Statt sie wegzuwerfen schickst du sie uns einfach zu und wir veredeln sie mit deinem Design. Das spart Geld und schont die Umwelt.
 
 
WELCHES FELL SOLL ICH DENN NUN NEHMEN?
 
Ganz klar: es kommt drauf an! Die Frage nach dem richtigen Fell beschäftigt seit Jahrhunderten alle Schlagzeuger und Schlagzeugerinnen. Die Checkliste ist dabei eine gute Hilfe, um die Entscheidung leichter zu fällen. 
 
Wenn du die fünf Punkte nach dem Schlagfell, dem Sound, der Beleuchtung, dem Motiv und natürlich nach dem Budget nach und nach durchgehst, wirst du schnell Inspiration für das passende Drumhead finden. Falls nicht, dann meld dich gern bei uns und lass dich vor der Bestellung ausführlich beraten. Das ist gratis. Und: wir sind nett!
 
Viele Grüße,
Kai

Das Gelernte gleich mal anwenden? Klick dir im Shop einfach dein Wunschfell zusammen.


Hier schreibt Kai.
Gründer von Drum Candy,
seit über 30 Jahren Musiker (naja... Bassist) und seit 2013 damit beschäftigt, euch mit Custom-Stuff zu versorgen.

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